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Kleine Haarkunde  über Haartyp, Haarqualität, Haarlänge und Haarfarben

Haartypen  

     

Achten Sie auf Ihren Haartyp und verwenden Sie die dazu passende Pflege: bei den meisten Pflegeserien sind die Inhaltsstoffe gut auf einander abgestimmt. Waschen Sie Ihre Haare (nicht zu häufig waschen!) mit Ihrem Spezial-Shampoo. Die Pflegespülung ist besonders bei trockenem bis strapaziertem Haar notwendig und hilft bei der Reparatur und Regeneration des Haares. Spülungen erleichtern außerdem die Kämmbarkeit der Haare und erhöhen Geschmeidigkeit und Glanz. Anschließend benötigen die weichen Haare auch noch einen Haarfestiger/ Hairconditioner, um der Frisur genügend Halt zu verleihen. 
Bei Schuppen, zu fettiger, zu trockener oder juckender Kopfhaut empfiehlt sich ggf. auch der Einsatz eines Haarwassers. Vor dem Experimentieren steht allerdings hier der Besuch beim Dermatologen, um abzuklären, ob die Kopfhaut krankhafte Veränderungen aufweist. Auch geschulte Friseure erkennen, ob Ihre Kopfhaut erkrankt ist.
Bei größeren Haarproblemen und Haarschäden können gelegentliche Haarkuren hilfreich sein. Achten Sie dabei auf die richtige Anwendung und Anwendungshäufigkeit. Oftmals werden Haarkuren nur sporadisch verwendet und führen dann natürlich nicht zum gewünschten Erfolg. Inzwischen führen auch Friseure regelmäßige Pflegebehandlungen für termingestreßte Kunden durch. Eine konsequent eingehaltene Behandlung bietet größeren Erfolg. 

normales Haar

keine nennenswerten Haarprobleme oder Besonderheiten

trockenes Haar

glanzlos, trockene Kopfhaut, gespaltene Spitzen

fettiges Haar

fettige Kopfhaut, oft zusätzlich Schuppen, platte Haare

Schuppen

schuppige Kopfhaut, oft zusätzlich Haarausfall

strapaziertes Haar

stumpf, mit Haarbruch und Haarschäden, abgebrochene Spitzen

gespaltene Spitzen trockene Spitzen, zu lange ungeschnitten, benötigt eine Spezialpflege für die Haarspitzen. Spitzen oft schneiden!
fettiger Haaransatz und  trockene Spitzen falsche Pflege, zu wenig Nährstoffe für's Haar
Haarqualität      

Inzwischen gibt es auch Spezial-Pflegeprodukte, die ganz auf die unterschiedlichen Qualitäten der Haare ausgelegt sind. Auch bei der Wahl der Frisur ist die Haarqualität entscheidend. Ein guter Friseur analysiert Ihr Haar und berät Sie bei Fragen der Haarpflege und natürlich bei der Entscheidung für den geeigneten Haarschnitt.

feines/ dünnes Haar

liegt oft platt an und benötigt deshalb volumenfördernde Shampoos und Spülungen sowie haarfestigende Substanzen, die das Haar nicht verkleben.

dickes Haar

häufig schwer kämmbar, aber ansonsten ein Traum. Sehr gut geeignet für Langhaarfrisuren. Damit mehr Luft an die Kopfhaut kommt und das Haarvolumen natürlich erscheint, dünnt der Friseur die Haare etwas aus. Spülungen sorgen für leichtere Frisierbarkeit.

störrisches Haar

lässt sich nur schwer in Form bringen. Gute Friseure zwingen das Haar nicht in irgendeine Form, sondern schneiden nach Maß unter Einbeziehung der natürlichen Haareigenschaften und Haarwirbel.

üppiger Haarwuchs

meistens ein Segen, können Haare jedoch auch zu sehr ins Gesicht hinein wachsen. Eventuell kann die Technik der Haarentfernung an den betreffenden Stellen hilfreich sein.

glanzloses Haar

wirkt stumpf und ungepflegt. Haarkuren, Spülungen für mehr Glanz oder alte Hausmittel aus Omas Erfahrungsschatz können Abhilfe bringen. Zu häufige Haarwäschen, Nährstoffmangel, Haarwurzelerkrankungen oder der veränderte Hormonhaushalt in den Wechseljahren können die Ursache dafür sein. Bei der jeweiligen Ursachenforschung kann Ihr Friseur hilfreich sein und die genau passende Pflege für dieses Haarproblem anbieten.
Optisch Abhilfe können auch leichte Haartönungen schaffen, die wieder mehr Glanz ins haar bringen und farbliche Akzente setzen. Doch auch hier sollte noch einmal darauf hingewiesen werden, dass glanzloses Haar vor allen Dingen Pflege benötigt, statt nur äußerlichen Korrekturen.

dauergewelltes Haar

auch wenn heutzutage die chemischen Substanzen immer schonender werden, um das glatte Haar zu kräuseln, bedeutet jeder Eingriff in die natürliche Haarstruktur zunächst einmal auch eine Belastung. Dauergewellte Haare sollten deshalb mit einem unterstützenden und pflegenden Shampoo gewaschen werden.

natürlich gelocktes Haar

kann natürlich ein Segen sein, doch kräuselt sich das Haar oft in einer Weise und mit einer Heftigkeit, dass es jeden gepflegten Haarschnitt boykottiert.
Auch hier
schneidet der gute Friseur nach Maß unter Einbeziehung der natürlichen Haarlocken und zaubert die passende und zu bändigende Frisur.

gewelltes Haar, Wirbel, 
nicht optimale Kopfform

Trend ist auch bei diesen Kopf- und Haarproblemen nichts in Form zu zwingen, sondern die Natürlichkeit aufzugreifen und den Schnitt nach den Gegebenheiten anzupassen.

glattes Haar

verweigert die Form und lässt Spangen, Reifen und Haarbänder rausgleiten. Haarfestigende Substanzen und ein guter Haarschnitt können helfen.

Haarlängen 

     

Jede Haarlänge verlangt eine besondere Pflege. Dabei gilt, je länger das Haar ist, um so mehr Nährstoffe und Pflege benötigt es. Besonders die Haarwurzeln und die Spitzen sollten gesund sein. D.h. auch langes Haar muss regelmäßig geschnitten werden, um gepflegt auszusehen und weiterhin kräftig zu wachsen.  Normalerweise wächst das Haar einen Zentimeter pro Monat. Hat es jedoch eine gewisse Länge erreicht - das differiert von Mensch zu Mensch - wächst es plötzlich merklich langsamer. Sehr lange und gepflegte Haare bedürfen also auch einer großen Geduld. Nur wenn die Haarwurzeln und die Haarqualität dafür geeignet sind, ist es ratsam, lange Haare zu tragen. Denn sonst sehen diese Frisuren eher ungepflegt aus und sind kein Schönheitsausweis. Einfallslose lange Zöpfe, ein Pferdeschwanz, irgendwie zusammengebundenes oder hochgestecktes Haar sind ebenfalls nicht besonders attraktiv. Auch lange Haare sollten in Form geschnitten sein. Die durch ihr Gewicht glatt herunterhängenden Haare liegen zumeist platt am Kopf an. Ein Schnitt bringt mehr Luftigkeit, sorgt optisch für mehr Fülle, unterstreicht den natürlichen Fall des Haares. Denn wer schöne lange Haar besitzt, sollte sie auch offen tragen.

sehr langes Haar

reicht bis zur Taille und länger

langes Haar

reicht bis zur Schulter und länger

Die Haarlänge ist auch eine Stilfrage, passend zur Körpergröße. Je größer eine Person und um so großflächiger das Gesicht, desto länger dürfen theoretisch auch die Haare sein. Kleine Personen würden mit einer üppigen Haartracht eher noch kleiner wirken. Ein feines, zartes Gesicht würde hinter der voluminösen Frisur verschwinden. Die Haare sollten das Gesicht so umrahmen, dass die Gesichtsform annähernd oval erscheint. Der richtige Haarschnitt und die richtige Haarlänge können nicht ideale Gesichtsformen kaschieren. Zu lange oder zu breite Gesichter werden optisch verkürzt, bzw. wirken schmaler.
Aber auch Alter, Charakter, Ausstrahlung, Temperament und Art des Frauen-, bzw. Männer-Typs sind wichtige Kriterien, die für die Wahl der passenden Frisur und Haarlänge entscheidend sind.

mittellanges Haar

zwischen Kinn und Schulter

Frisuren prägen auch Ihr Profil und können ein Doppelkinn oder einen platten Hinterkopf geschickt abmildern. Eine gut geschnittene Frisur zeigt sich von allen Seiten in guter Form und modelliert optimal Ihr Gesicht. 

kinnlanges Haar

reicht bis zum Kinn

Bei kurzen Haaren wachsen die Schnitte leider auch schnell wieder heraus. D.h., was man beim täglichen Pflegeaufwand spart, muss man in häufige Friseurbesuche wieder investieren. Dennoch kurze Haare sind fast immer gesund und wirken gepflegt. Heutzutage gibt es so viele Schnittmethoden und Frisurenvariationen, so dass auch kurze Haare nie langweilig aussehen.

kurzes Haar

reicht bis an die Ohren

sehr kurzes Haar

ca. 1 cm lang

Bei beginnender Glatzenbildung erscheint es ratsam, auch die restlichen Haare nicht mehr allzu lang wachsen zu lassen. Die Übergänge von kahlen Stellen zu noch behaarten wirken optisch harmonischer. Inzwischen mega-peinlich sind die Variationen "vorne Glatze, hinten Pferdeschwanz" oder "lange Seitenhaare über die kahle Platte gelegt". Besonders ältere Herren scheinen immer noch den Frisuerbesuch zu scheuen und probieren allerhand unglückliche Ideen aus - leider!

Stoppelschnitt Millimeter-Haarschnitt zumeist für Herren
Haarfarben      

Die Tradition, Haare zu färben und Haare zu tönen reicht bis in die Antike. 

Haare bleichen aus durch die Sonne oder werden altersbedingt immer farbloser bis grau und schließlich weiß. Nicht jeder hat von Natur aus eine schöne und zum Typ passende Haarfarbe. Neben Punk-Farben geht der Trend heutzutage eher zu natürlichen Haartönen, denen man nicht ansieht, dass sie künstlich aufgetragen sind. Die "eigene" Haarfarbe soll natürlich aussehen, glänzend schimmern, Farbakzente aufleuchten lassen und dadurch eine strahlende Lebendigkeit hervorzaubern. Glücklicherweise verwenden gute Friseure hauptsächlich schadstofffreie Substanzen und natürliche, auf Pflanzenbasis gewonnene Färbemittel, die die Gesundheit von Körper und Haaren nicht angreifen. 
Fragen Sie zur Sicherheit nach den Inhaltsstoffen in den Färbemitteln, denn auch pflanzliche Stoffe können bei Allergikern ungewollte Reaktionen auslösen. 

gefärbtes Haar

mit einem unterstützenden Shampoo können Sie die Leuchtkraft Ihrer Haarfarbe länger bewahren.

getöntes Haar

eine gute Haartönung kann glanzlosem, strapaziertem Haar kurzfristig helfen, gesünder auszusehen, da sich die Farbe wie ein Mantel um das Haar legt und optisch die eigentlichen Haarschäden verdeckt. Doch auf Dauer ist auch hier Ursachenforschung angesagt, damit die Haare wirklich wieder gesund werden.

stumpfe Haarfarben

viele brünette und dunkelblonde Farbtöne sind von Natur aus eher stumpf und tendieren zur Bezeichnung "mausbraun". Farbakzente und Glanzspülungen beleben die natürlichen Haartöne. 
weißes Haar

wer ohne Färben durchgehalten hat, kann im Alter mit schönem weißen Haar glänzen. Das ergraute bis weiße Haar ist dicker und kräftiger als die vormalige Haarfarbe. Gut in Form geschnitten, ist weißes Haar ein echter Hingucker. Völlig out hingegen sind leicht rosé- oder blauschimmernde Haare.

graues Haar

in der Regel muss man spätestens mit Ende des 4. Lebensjahrzehnts mit der beginnenden Ergrauung der Haare rechnen. Zunächst werden die Haare an den Schläfen, am vorderen Haaransatz und an etwaigen Haarwirbeln grau. Dann zunehmend sporadisch auf dem ganzen Kopf verteilt. Das graue Haar ist störrischer und kräftiger und hat oftmals die Angewohnheit besonders herauszustechen, weil es sich anders legt als die übrigen Haare. Da hilft nur ein guter Haarschnitt, der die borstigen Individualisten bändigt.

hellblondes Haar

wer als Kind das Glück hatte, hellblondes Haar zu haben, muss mit den Jahren oftmals ein Nachdunkeln beklagen. Erwachsene, die diese Haarfarbe noch tragen, stehen klar im Verdacht des Färbens - es sei denn, sie stammen aus einem der nordischen Länder. Auch hier geht der Trend zu mehr Natürlichkeit und zu Farbakzenten, die dem Haar mehr Lebendigkeit verleihen.
Trotz der einst in Mode gekommenen Blondinenwitze, gilt die lange, hellblonde Mähne bei Frauen weiterhin als das Ideal. Ihre Seltenheit und die Assoziation von Unschuld sowie der helle Schimmer, der den blonden Frauenschopf umspielt, rufen in der Männerwelt nach wie vor unerreichte Begeisterung hervor.
Für intelligente blonde Frauen kann dieses zweifelhafte Image auch zu Belastung werden. Dabei stellt sich die Frage, ob es je "echte Blondinen" gab, die sich die Haare dunkel färbten?????

aschblondes Haar

nicht so aufreizend wie helles Blond, aber mit leichten Farbaufhellern und Strähnen natürlicher wirkend. 

dunkelblondes Haar

diese aus Personalausweisen stammende Bezeichnung  meint zumeist hell- bis mittelbraunes Haar, häufig die schon genannten "stumpfen Haarfarben" oder auch "mausbraun". Eine Tönung oder Färbung der Haare sorgt für mehr optische Highlights.

rotblondes Haar

der glänzende, rötlich-orange Schimmer zeigt einen eher seltenen Haartyp. Diese auffallende natürliche Haarfarbe, dessen Träger zumeist sehr helle Haut und Sommersprossen aufweist, bedarf eines guten Haarschnitts, der je nach Ausstrahlung der betreffenden Person ggf. auch die Leuchtkraft mehr in den Hintergrund treten lässt. Nur auf die Haarfarbe festgelegt zu werden, kann ebenso eine Bürde bedeuten wie eine eher farblose Erscheinung. Eine gute Typ-, Stil- und für Frauen zusätzlich eine Make-up-Beratung können empfehlenswert sein.

rotes Haar

echtes rotes Haar in einer dunkleren Variante, das nicht mehr in die Sparte "rotblond" gehört, hat allerhöchsten Seltenheitswert.
Die HENNA-Welle in den 80er und 90er Jahren bescherte der Öffentlichkeit eine Reihe von rothaarigen Trägerinnen von orange bis dunkelblutrot. Auch bei nur leicht getöntem braunem Haar sorgten die rötlichen Einsprengsel für mehr Lebendigkeit. Dennoch die Anwendung mit Henna trocknete die Haare aus und strapazierte sie, da die angerührte Färbepaste relativ heiß aufgetragen werden sollte. Auch die Kopfhaut blieb ca. 3 bis 5 Tage leicht gefärbt. Inzwischen ist die Hennafärberei aus der Mode gekommen. Die Färbemethoden mittels pflanzlicher Substanzen haben sich geändert und sind nun schonender geworden.

rotbraunes Haar braunes Haar  verfügt häufig über einen leuchtend rötlichen Schimmer, den man mit der richtigen Tönung noch vertiefen kann. Wichtig für diesen Farbton ist auch genügend Glanz und Farbtiefe. 
braunes/ brünettes Haar die meisten Brünetten haben leichte rötliche, blonde und sogar relativ dunkle Farbanteile in ihrem Haar. Alle diese verschiedenen Nuancen sorgen für die Schönheit dieses Farbtons. Aufgehellte oder dunklere Strähnen beleben, unterstreichen Glanz und Fülle.
schwarzes Haar in Deutschland und Mitteleuropa eher seltene Haarfarbe. Oftmals bildet dieser sehr dunkle Ton einen zu starken Kontrast zu heller Haut. Aufheller und farbliche Akzente können auch hier diesen Kontrast abmildern und einen harmonischeren Eindruck zaubern.
blauschwarzes Haar in natürlicher Form wohl nur in südlichen Gefilden vorhandener Farbton. Diese Extremhaarfarbe muss schon zum Typ passen, wenn man sich die Haare so Färben lassen will. Beliebtes Stilmittel ist diese Haarfarbe bei Punkern und Gothik-Fans.
 

 

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